Aromatherapie

Ätherische Öle aus aromatisch duftenden Pflanzen, Harzen und Rinden sind natürliche Stoffe aus der Natur.

Kulturen des Altertums verwendeten bereits Duftstoffe für rituelle Opfergaben oder heilkundliche Zwecke. Heutzutage ist die Aromatherapie als pflanzliche Naturheilkunde ein fester Bestandteil alternativer Heilmethoden.

Dem französischen Chemiker für Kosmetika und Parfümeur René Maurice Gattefossé (1881-1950) passierte im Juli 1910 in seinem Labor ein Arbeitsunfall, bei dem er sich bei einer Explosion seine Hände und seine Kopfhaut verbrannte. Er versorgte seine Verbrennungen mit Lavendelöl. Die Wunden verheilten rasch, schmerzreduziert und ohne Narbenbildung. Gattefossé war beeindruckt und konzentrierte sich auf die Erforschung der medizinischen Eigenschaften ätherischer Öle. Seine Erkenntnisse gaben der Therapie mit duftenden Pflanzenstoffen ihren Namen „Aromatherapie“.
Im Jahr 1918 produzierte Gattefossé eine antiseptische Seife auf der Basis ätherischer Öle. Kleidungsstücke und Verbandsmaterialien wurden damit gewaschen, auch als Alternative zu Eau-de-Toilette wurde die Seife verwendet.
Als der Erste Weltkrieg ausbrach, behandelten zahlreiche Mediziner und Krankenhäuser Patienten bereits mit ätherischen Ölen.

Ätherische Öle nehmen über das Riechzentrum Einfluss auf das limbische System und können über die Haut aufgenommen werden. Sehr viele Öle sind heute in Bezug auf Inhaltsstoffe und Anwendungsgebiete sehr gut untersucht, jedoch gilt auch für sie, dass die Anwendung unter die wissenschaftlich nicht anerkannte Erfahrungsheilkunde fällt.

Mit diversen Verfahren werden die flüchtigen Inhaltsstoffe bzw. Duftstoffe der Kräuter aus den unterschiedlichsten Pflanzenteilen herausgelöst:

Anwendung und Dosierung von Aromaölen richten sich nach dem verwendeten Öl. Nur hochwertige, natürliche Aromaöle erzielen eine positive Wirkung und es reichen meist schon wenige Tropfen aus, um den gewünschten Effekt zu erzielen. Synthetische Öle ahmen lediglich einen bestimmten Duft nach.

Ätherische Öle können für Bäder und Duftlampen, zur Inhalation, als Kompressen und für Massagen verwendet werden. Auch eine orale Einnahme sowie die Verwendung als Zäpfchen ist möglich, gehört jedoch in die Hände erfahrener Therapeuten.

 

 

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